Privatpraxis
Dr. med. Heiner Stuckenborg
Innere Medizin und Kardiologie

Gesundheit ist das höchste Gut. Diese Gesundheitsinformationen sollen einen Beitrag leisten, um Ihr Gesundheitswissen zu verbessern, damit Sie  Antworten auf Fragen zur Gesundheit  finden, die Ihrer eigenen Lebenssituation und auch Ihren eigenen Wertvorstellungen entsprechen.

Entscheidungen in der Medizin zu Diagnostik und Therapie sollten immer auf der Grundlage einer inividuellen Nutzen-Risiko Abwägung erfolgen. Durch medizinische Entscheidungsbeteiligung finden Ihre persönlichen Begleitumstände dann bessere Berücksichtigung.

Die untenstehenden Themen werden ständig erneuert und ergänzt.

Vorhofflimmern

Aufgrund der demographischen Entwicklung mit steigendem Alter der Bevölkerung nimmt das Risiko für Herzkrankheiten erheblich zu, sodass in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Zunahme zu rechnen ist. Allein bei der häufigsten Rhythmusstörung, dem Vorhofflimmern, ist bis 2050 mit einer Verdopplung der Erkrankungen zu rechnen. Vorhofflimmern kommt mit einer Häufigkeit von ca. 2% in der Gesamtbevölkerung vor und steigt bei 80 Jährigen auf 15%.

Vorhofflimmern ist zwar keine lebensbedrohliche Erkrankung, kann jedoch für den einzelnen Patienten sehr unangenehm in Erscheinung treten und plötzliches Herzrasen, Schwindelgefühl, Luftnot und Kreislaufkollaps verursachen. Vorhofflimmern birgt eine erhebliche Gefahr für einen Schlaganfall. Etwa 30% der Schlaganfälle sind auf Vorhofflimmern zurückzuführen. In bestimmten Bereichen des linken Vorhofes, Vorhofohr genannt, können sich Thromben bilden, die durch Ausschwemmung einen Hirninfarkt oder eine Embolie in andere Bereiche auslösen können.

Um dieses zu verhindern, ist eine gerinnungshemmende medikamentöse Therapie notwendig. Der Einsatz gerinnungshemmender Mittel ist jedoch an bestimmte Kriterien gekoppelt. Therapeutisch kommen eine medikamentöse Therapie, eine elektrische Kardioversion, eine Katheterablation und ein Verschluss des linken Vorhofohres in Betracht. Das therapeutische Vorgehen wird anhand verschiedener Parameter entschieden und ist immer eine Einzelfallentscheidung.

Vorhofflimmern wird eingeteilt in:

  • paroxysmales Vorhofflimmern ( gelegentlich auftretend und innerhalb weniger Tage spontan verschwindend )

  • persistierendes Vorhofflimmern ( kann durch Medikamente und Elektroschock beendet werden )

  • permanentes Vorhofflimmern ( ständiges Vorhandensein wird akzeptiert )

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist der Risikofaktor Nummer Eins für den Schlaganfall. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga haben in Deutschland 35 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck mit Druckwerten über 140/90 mm Hg. Bis zum 44 Lebensjahr sind es 11% der Bevölkerung. Ab dem 65 Lebensjahr bei Frauen 29% und bei Männern 33%. 
 
Zunehmend leiden junge Menschen mit Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress unter einem zu hohen Blutdruck. Da der Bluthochdruck kaum Beschwerden verursacht, wissen viele Menschen nicht, dass ihre Blutdruckwerte zu hoch sind. Häufig handelt es sich bei der Diagnose Bluthochdruck um einen Zufallsbefund.

Jeder sollte seinen Blutdruck kennen. Im Zweifelsfall sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Der normale Blutdruck liegt bei 135/85 mm Hg, idealerweise bei 120/80 mm Hg. Wenn nach den Ursachen gesucht wird, findet man häufig keine organische Ursache, dieser Blutdruck wird auch primärer Bluthochdruck genannt. Diese Hochdruckform ist durch Lebensstiländerung häufig gut zu beeinflussen. Zuverlässig abgeklärt werden kann eine Hochdruckerkrankung durch eine 24-stündige Blutdruckaufzeichnung.

Risikofaktoren für einen Hochdruck sind:

  • Übergewicht

  • Rauchen

  • Stress

  • Familiäre Belastung

  • Alkoholkonsum

  • Übermäßige Salzzufuhr


Da unser Gefäßsystem nicht für hohe Blutdruckwerte ausgelegt ist, kommt es am Gefäßsystem zu Veränderungen wie Herzmuskelverdickung, Verdickungen der Gefäßwand mit Umbauvorgängen, die einen arteriosklerotischen Prozess in Gang setzen. Besonders gefährdet sind Nierenarterien, Herzkranzarterien, Augenarterien und die Arterien des Gehirns. Folgen dieser Entwicklung sind Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Nachlassen der Nierenfunktion, Herzrhythmusstörungen, Erhöhung des Augenbinnendruckes, Schädigungen der Sehnerven, Nachlassen der Hirnleistung und Schlaganfall. Die Behandlung konzentriert sich auf medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen.

Liegt eine organische Erkrankung vor, spricht man von einem sekundären Bluthochdruck. Ein sekundärer Hochdruck kommt in ca. 10% der Fälle vor. Er ist zurückzuführen auf Störungen der Nebennierenhormone oder der Schilddrüsenhormone, auf Nierenarterienverengung, auf ein Schlaf-Apnoe-Syndrom, auf falsche Medikamenteneinnahme oder auf eine Verengung der Hauptschlagader im Brustbereich. Auch der Hochdruck in der Schwangerschaft zählt zu den sekundären Hochdruckformen. Häufig handelt es sich in der Schwangerschaft um Erkrankungen der Niere, der Nebenniere oder der Schilddrüse.

Der Blutdruck sollte in jeder Altersstufe von Zeit zu Zeit kontrolliert werden. Gemessen werden sollte der Blutdruck nach einer Ruhepause von 5 Minuten, dann mehrere Male hintereinander und an beiden Armen. Ebenfalls zu empfehlen ist die Durchführung einer jährlichen Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchung.

Schlaganfall

Das Leben wird durch einen Schlaganfall innerhalb kurzer Zeit schlagartig verändert. In Deutschland erleiden jährlich etwa 200 000 Menschen einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist ein absoluter Notfall und sollte sofort mit dem Notarzt auf eine Stroke-Unit verlegt werden. In einem gewissen Zeitfenster besteht dort die Möglichkeit, einen Auflöseversuch durchzuführen. Die Blutgerinnsel lassen sich nicht immer vollständig auflösen, bei dieser Patientengruppe kann eine Thrombektomie durchgeführt werden.

Einen Schlaganfall erkennt man an:

  • Einseitigen Lähmungserscheinungen im Arm oder Bein

  • Einseitigen Lähmungserscheinungen im Arm und Bein

  • Hängendem Mundwinkel

  • Sehstörungen

  • Sprachstörungen

  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

  • Starken Kopfschmerzen


Ein Schlaganfall wird entweder durch eine Gefäßverstopfung hervorgerufen oder durch eine Blutung. Häufigste Ursache ist ein Bluthochdruck, eine Arteriosklerose oder Herzrhythmusstörungen, wie z. B. Vorhofflimmern. Durch einen Schlaganfall wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns unterbrochen und es kommt zum Absterben von Hirngewebe. Die Gefäßverstopfung kann durch eine arteriosklerotische Verengung einer Gehirnarterie oder durch eine Embolie hervorgerufen werden.

Besondere Risikofaktoren sind:

  • Alter

  • Herzrhythmusstörungen

  • Herzklappenerkrankungen

  • Bluthochdruck

  • Diabetes mellitus

  • Fettstoffwechselstörung

  • Rauchen

  • Alkoholkonsum

  • Migräne

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